oder:
~ Oh wie schön ist doch Panama…! ~
Hier kommt er, der einzigartige, ultimative Reisebericht über 2 Wochen Costa Rica: (und da ich euch keinen ernsten, sondern einen lustigen nächsten Blogeintrag versprochen habe, hoffe ich, dass der hier eure Kriterien erfüllt!)
Nach dem wir (Inez und ich) gefühlte Monate lang geplant, verworfen, geplant und um geplant hatten, stand die Reise endlich fest, vom 15. Januar an sollte es 1x durch Panama und das angrenzende Costa Rica gehen. Gesagt, getan. Beziehungsweise hätten wir getan, den ungefähr 2 !!! Tage bevor es losgehen sollte, bekamen wir überraschend Konkurrenz von einem Jugendcamp und einem Kinder-Ferien-Sommer-Freizeit-Program (Bald mehr dazu, wie immer hier in meinem Blog
). Also wurden alle Reiseplanungen wieder verworfen, gekürzt und unerbittlich so lange hin- und her geschoben, bis doch noch knappe 14 Tage (4 in Panama und 10 in Costa Rica) raus sprangen. Nach dem das geklärt war, konnte es, nach einem nächtlichen Last-Minute-Rucksack-Gepacke (Wer das schon mal gemacht hat, weiß, dass das alles andere als einfach ist…) auch losgehen.
Uuuuund zwar: mit 9 Stunden Busfahrt in die „Antarktis Panamas“, nach Boquete, einem kleinen, malerischen Bergdörfchen, umgeben von Kaffeeplantagen, Blumen und märchenhaftem Nebelwald. Und diesmal war es wirklich kalt, nicht nur so „Möchtegern-22Grad-Panama-kalt“. Die Temperatur konnte gefühlt locker mit den deutsch SMS „Frieren bei – 10 Grad, wird noch kälter“ mithalten. Wenn mir mal jemand gesagt hätte, dass ich in Begeisterung gerate und es irgendwie ungewohnt und lustig finde, wenn Ohren und Nasenspitze eiskalt sind und der Atem gefriert, dann hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt
. Und ja, liebe Mütter und Omis, ich hatte Socken, feste Schuhe, Schal und Fleece an, zum ersten Mal in Panama!, und habe tassenweise heiße Schokolade und frischen Kaffee getrunken beziehungsweise getestet. Apropos Kaffee, nach 6 Monaten Instant-Kaffeepulver hatte ich schon fast vergessen, wie man richtigen Kaffee macht. Und wie die Kaffeepflanzen und –kirschen aussehen, weiß ich jetzt immerhin auch. Soviel zum kulturellen-informellen Teil unser Reise.
Dann darf man auch nicht aus Boquete weggehen ohne den einzigen Vulkan Panamas, schon seit ewigen Zeiten nicht aktiv, knapp 3000m hoch, zu besteigen, von dem man doch tatsächlich eine Aussicht auf beide Weltmeere, Atlantik und Pazifik hat!!! Hört sich toll an, oder? Aber naja, lasst uns mal vom (Vulkan-)Gipfel wieder auf den Boden der Tatsachen zurück steigen. 6 Stunden Aufstieg durch ein steiniges Flussbett, in Dunkelheit, da Start: 12 Uhr Mitternacht. Warum? Um vielleicht, falls man schnell genug ist, bei Sonnenaufgang auf dem eisigen Gipfel zu sein und vielleicht die Ozeane zu sehen, falls keine Wolken im Gipfel hängen (es gilt jedoch: Nebelwald = nebliger Wald = immer nebliger Wald = immer Wolken = sprich, wir haben die Gipfel nur ein einziges Mal in 4 Tagen gesehen!)…kurz gesagt: ein bisschen viel „Vielleichts“ fanden Inez und ich. Also ließen wir die neu gekauften Wanderschuhe, Wanderschuhe sein und vergnügten und anderweitig hoch oben im Nebelwald.
Irgendwann hatten wir vom kalten Wetter jedoch die Nase voll und fuhren weiter Richtung Grenze Costa Rica. Allerdings hätte mir auch mal jemand sagen können, dass ich zum Einreisen meinen Reisepass brauche…warum denn bitteschön das, wenn ich von Deutschland nach Frankreich will, brauche ich den ja auch nicht
. Während ich morgens um 7 schon in der nächsten Stadt auf den Bus nach Costa Rica wartete, schlummerte besagter Reisepass noch friedlich im idyllischen Bergdörfchen, tja Pustekuchen, dass war dann schon mal gleich nix. Inez ist also gezwungenermaßen gemütlich frühstücken gegangen, während ich 2 Stunden Extra-Busfahrt in Kauf nahm (Juhu, mit 9 weiteren nach Costa Rica in Aussicht macht es richtig Spaß, die gleiche Strecke noch zwei Mal zu fahren!), um dieses kleine unglaublich wichtige rote Heftchen zu holen. Somit stand unserem Grenzübergang nix mehr im Wege und 1, 2, 3, 4, 5 Stempel an verschiedenen Stationen später, waren wir dann auch draußen aus Panama und drin in Costa Rica, juhu!
Und? Wie ist Costa Rica? Tja, für euch, aus Deutschland, wahrscheinlich gar nicht so ein großer Unterschied zu Panama. Auch ein Land in Zentralamerika, die Menschen sprechen Spanisch, es gibt Urwald und Karibikstrände, nur, dass die Taxen nicht gelb, wie in Panama sind, sondern rot)
Ich finde Costa Rica toll, aber Panama ist eigentlich auch ganz schön
,vor allem, kenne ich mich in Panama jetzt aus. Ich weiß, wie die Menschen reden und was es bedeutet, wo die Orte liegen und was es kostet, dort hinzufahren…anders als in Costa Rica, aber mal im Ernst, wie ist Costa Rica?
* ein bisschen wie MONOPOLY spielen
. Nicht nur, weil es Straßen und Häuser und Hotels gibt, wer hätts gedacht, nein. Sondern weil man ständig mit 1000-, 4000- oder 10 000-ern zahlt und man sich beim Rückgeld so fühlt, als ob man über LOS gezogen wäre, statt nur Brot und Saft gekauft zu haben
. Die Währung heißt Colones und 10 $ ( 7 €, irgendwie fällt es mir schon schwer, in Euro zu rechnen
) sind stolze 20 000 Colones!
* außerdem ist Costa Rica teuer…Jaa, ich kann umrechnen, beziehungsweise Inez kann auch die krummsten Tausenderzahlen umrechnen, aber Essen und Lebensmittel sind eher deutsches Preisniveau, das heißt, wo ich in Panama 3 Dollar zahle, sind es hier 8 Dollar! Egal ob im Supermarkt oder im Restaurant, wo dann auch noch immer 13 % Steuern und Trinkgeld auf den Preis drauf kommen.
* landschaftlich gesehen, ist Costa Rica eigentlich ähnlich wie Panama: Strand (Atlantik und Pazifik), Urwald, Dörfer, nur, dass alles viel, viel touristischer ist. Viele Ladenbesitzer sprechen dich auf Englisch an, es gibt Touri-Shuttel-Direktbusse zu allen Touri-Orten und die sehenswerten Orte, die wir gesehen haben, bestehen aus Hotels, Restaurants, Souvenirläden und Tourismus-Centern! Eben dass, was es in Panama nur an einem einzigen Ort gibt und das ist wohl auch der Grund, warum Panama trotz Kanal immer noch auf den Tourismus-Aufschwung wartet.
So, ich könnte jetzt noch ewig, ewig so weiterschreiben, im Kurzfassen liegt wohl nicht meine Stärke
, aber um das Ganze abzukürzen, ein kurzer Überblick:
Wir waren in San José, der Hauptstadt, in 2 Worten: hässlich und alt. Aber auch ganz schön, weil wir uns mit einer Freundin von Inez getroffen haben.
Dann gings weiter, an den Rande des Nationalparks Manuel Antonio, mit wunderschönen Stränden (diesmal pazifische Strände, nicht karibische, ein bisschen Abwechslung muss ja auch sein…J ) und vielen putzmunteren, zuckersüßen Äffchen. Und auch mit Faultieren, die aber wohl von den Äffchen über uns verscheucht wurden, denn zur Gesicht bekommen haben wir sie nur als Plüschtiere im Souvenirladen.
Dafür bescherten uns die wochenendbedingt überfüllten Hostels eine „Luxus-Nacht“ in einer Cabina, mit Fernseher und Ganzkörperspiegel. Hach, wir sind ja so einfach glücklich zu machen, gell Inez! Auch die warmen Duschen auf unserer Reise ließen mich in regelmäßige Freudentänze ausbrechen
.
Vom Nationalpark gings dann mit Bus und Fähre und Bus und nochmal Bus nach Santa Teresa (auf einer Halbinsel) und damit mitten hinein ins Surferparadies! Surfen konnten wir zwar nicht, aber Inez und ich hatten auch so unseren Spass in Wellen, die größer als meine stolzen 1,60 m waren. Dort genossen wir dann in Hängematte und am Strandlagerfeuer unsere letzten Tage, bevor es wieder zurück (26h im Bus!) nach Panama ging.
Es war ein wunderschöner Urlaub, der genau zur Rechten Zeit kam und an den ich noch lange zurück denken werde…














































































